Anreise nach Korsika
Nachdem uns die Anreise mit Auto und Fähre zu mühsam ist, fliegen wir am 18.05.2025 um 9 Uhr in 1:20 Stunden von München nach Bastia. Genau wie im Jahr zuvor gibt es wieder ein Schnäppchen für die Business Class. Für 90 Euro Aufpreis pro Person kommen wir in den Genuss der Lounge und dürfen gleich nach einigen Familien mit Kleinkindern ins Flugzeug und sitzen ganz vorne. Deshalb gehören wir auch zu den ersten, die wieder aussteigen.
Und unser Gepäck bekommt wieder einen Priority-Aufkleber. Das hat im Jahr zuvor bei meinem Koffer gar nichts genutzt. Er ist trotzdem mit erheblicher Verspätung angekommen, nachdem das Gepäckband schon abgestellt worden war. Diesmal sind unsere beiden Koffer die letzten auf dem Gepäckband. Diesmal sind wir aber selber schuld, weil wir gleich unseren Mietwagen abholen. Der Flughafen in Bastia ist klein und übersichtlich der Autovermieter in Sichtweite des Gepäckbandes. Die Schlange ist kurz nach der Ankunft auch noch recht übersichtlich und so kommen wir viel schneller dran als unsere Mitreisenden, die erst ihre Koffer abgeholt haben.
Mietwagen und Hotel
Unser Mietwagen ist ziemlich neu und hat ein Navi mit Google Maps und großem Display. Trotzdem erwischen wir in dem einen oder anderen Kreisverkehr erst mal die falsche Ausfahrt. Die lautstarken Reaktionen einiger anderer Verkehrsteilnehmer auf Manfreds erfolgreiche Korrekturen der Fahrtrichtung lassen vermutet, dass die Korsen nicht die entspanntesten Autofahrer sind, auch nicht am Sonntag Mittag, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass ziemlich viel los ist.
Unser Hotel liegt ca. eine halbe Stunde vom Flughafen und 15 Gehminuten vom Hafen entfernt. Wir erst um 15 Uhr einchecken, aber unser Auto schon in die Tiefgarage stellen, was uns die langwierige und vermutlich vergebliche Suche nach einem Parkplatz erspart.
Mein Schulfranzösisch reicht vorerst aus
Ich stelle fest, dass mein Schulfranzösisch, das ich einige Jahre zuvor für unsere Pyrenäen-Reise aufgefrischt habe, vorerst ausreicht, auch in der kleinen Bar, in der wir anschließend etwas trinken. Obwohl Cafés und Restaurants zur Mittagszeit gut besucht sind, finden dort mühelos einen Platz im Außenbereich. Außer uns sind in erster Linie Einheimische beim Essen da.
Auch in dem Eiscafé am Hafen, in dem wir unser später statt eines gesunden Mittagessens einen leckeren Eisbecher gönnen (immerhin mit frischen Früchten), sind viele Familien mit Kindern da. Für den süßen Snack zahlen wir so viel wie anderswo für ein vollwertiges Mittagessen. Aber wir sind in einem Touristenzentrum mit Blick auf den Hafen, für den man natürlich auch mit bezahlt.
Und wir können der Familie neben uns noch einen kleinen Gefallen erweisen, Das junge Paar vergisst das Fläschchen ihres niedlichen Nachwuchses, mit dem Manfred vorher noch herum gealbert hat. Die drei sind noch in Sichtweite und ich kann es ihnen hinterher bringen.
Das überwiegend gehobene Preisniveau ist an der Flaniermeile am Hafen nicht anders zu erwarten und unser Eis war wirklich lecker. Beim Bezahlen fragt der freundliche Herr an der Kasse vorsichtshalber nochmal nach, ob ich beim Trinkgeld tatsächlich die richtige Zahl erwischt habe und er zeigt sie mir auch noch am Display des Kreditkartenlesegerätes. Zahlen sind in jeder Sprache ein wenig heikel und in der Bar hatte ich den Betrag tatsächlich falsch verstanden. Aber der Endbetrag hat in beiden Fällen gepasst.